Während über die einzelnen Technologien und Kommunikationssysteme bereits umfangreiche Erkenntnisse vorliegen, sind die sozialen, psychologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung weitestgehend unerforscht.
Das Competence Center Mobile & Wireless Communication widmet sich insbesondere den wirtschaftlichen Aspekten dieser neuen Form der digitalen Kommunikation. Konkret geht es um die Identifikation von nützlichen mobilen Anwendungen und Services und die darauf basierende Entwicklung von Geschäftskonzepten im Sinne eines Mobile Business.
Da der Nutzen von den Individuen definiert wird, die diese Technologien einsetzen, bilden verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse eine wesentliche Grundlage für die Forschungsaktivitäten des CC.
Im Einzelnen beschäftigt sich das CC mit den folgenden Aspekten der mobilen Kommunikation und des Mobile Business:
 | Akzeptanzuntersuchungen und Usabilitystudies für Technologien, Anwendungen und Services
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 | Marktanalysen und Marktpotenzialberechungen
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 | Ideenentwicklung für neue Anwendungen und Services
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 | Monitoring von mobilen Trends und Entwicklungen
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 | Entwicklung von Geschäftskonzepten
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 | Ermittlung von Erfolgsfaktoren |
In der Literatur und im allgemeinen Sprachgebrauch wird „Mobile Kommunikation“ häufig mit „Mobiltelefonie“ gleichgesetzt. Den Forschungsaktivitäten des CC liegt allerdings ein umfassenderes Verständnis von Mobilität zugrunde, das sich nicht „nur“ auf die Kommunikation mit mobilen Endgeräten beschränkt. Insbesondere vor dem Hintergrund von Web 2.0 (z.B. Mash ups, Widgets) sind auch die Contents selber mobiler geworden und können flexibel und interaktiv durch und für die Nutzer zusammengestellt werden (Interne Mobilität des Contents). Der Vorteil für den Nutzer liegt dabei vor allem in einer bedarfsgerechten Personalisierung von Inhalten und Services. Die Auslieferung dieses Contents und die Nutzung von Services kann zukünftig medienübergreifend erfolgen (Crossmediale Mobilität des Contents). Dies führt für die Nutzer zu einer medienbruchfreien Verfügbarkeit von Inhalten und Services und für Publisher und Werbetreibenden können sich erhebliche Kostenvorteilen realisieren lassen.
Da neuere Handys sich mittlerweile zu miniaturisierten Computern entwickelt haben, ist auch der Funktionsumfang und die Zahl an verfügbaren Services wesentlich größer geworden (Mobilität der Computer). Da diese Computer nicht mehr stationär und ausschließlich über Eingabebefehle von Menschen gesteuert werden, sondern sich im Zeitalter des „Internet of things“ auch untereinander erkennen und miteinander kommunizieren, können Services und Contents ohne die Initiative der Nutzer automatisch und allgegegenwärtig zur Verfügung gestellt werden (Mobilität der Verfügbarkeit). Der entscheidende Vorteil für den potenziellen Nutzer liegt auf der Hand: Informationen und Services können an dem Ort und genau zu dem Zeitpunkt abgerufen werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden (Point-of-Interest). Und dies kann automatisch geschehen, ohne das der potenzielle Nutzer vorher wissen muss, dass solche Informationen und Services existieren und wie er an sie herankommt.
Die folgende Abbildung macht unser Verständnis von Mobilität und die damit verbundenen Vorteile für die potenziellen Nutzer deutlich:
Die Forschungsschwerpunkte des Competence Center Mobile & Wireless Communication liegen vorrangig in der Analyse der wirtschaftlichen Zusammenhänge, Rahmenbedingungen, Auswirkungen und Möglichkeiten der mobilen Kommunikation.
Auf der Gestaltungsebene geht es konkret um die Identifikation von nützlichen mobilen Anwendungen und Services und die Entwicklung von Geschäftskonzepten für das Mobile Business.
Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über unsere aktuellen Forschungsthemen und ordnet diese den wesentlichen Teilelementen eines Geschäftsmodells zu.