Ziele


Forschung zur Steigerung von Effektivität und Effizienz

Forschung im Competence Center Digitaler Mittelstand bedeutet die methodische Analyse und systematische Suche nach neuen, mittelstandsbezogenen Erkenntnissen und Lösungen:

„Warum ist etwas so, wie es ist?“

„Warum ist etwas nicht so, wie es sein könnte?“

„Wie kann etwas so werden, wie es sein müsste?“

 

In Anbetracht dessen sind die Ziele des Competence Center Digitaler Mittelstand gemäß wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Absichten zu differenzieren:

 

Wissenschaftliche Ziele:

  • Positionierung des Competence Center Digitaler Mittelstand als eine der führende angewandte Forschungseinrichtungen für ausgewählte Fragestellung der Mittelstandsökonomie.
  • Regelmäßige Erstellung von Veröffentlichungen und Vorträgen.
  • Regelmäßige Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.
  • Systematische Vernetzung des Competence Center Digitaler Mittelstand mit renommierten wissenschaftlichen Einrichtungen und Meinungsführern
  • Durchführung / Betreuung von Promotionen

 

Wirtschaftliche Ziele:

  • Kontinuierliche Akquise weiterer Förderer und Sponsoren
  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit und Intensivierung der Kundenbindung
  • Akquise von (insbesondere staatlichen) Fördermitteln zur Durchführung von Projekten
  • Stetiger Personalauf- und -ausbau

 

Durch die Erreichung der vorbenannten Ziele sollen die Kunden bzw. Mitglieder des Competence Center Digitaler Mittelstand befähigt werden:

  • ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stabilisieren (Effektivitätssteigerung).
  • ihre betriebliche Wertschöpfung zu verbessern (Effizienzsteigerung)


Forschungsarbeiten und Projekte


Open Service Engineering im Mittelstand

Open Service Engineering steht im Fokus der ersten Forschungsarbeit des Competence Center Digitaler Mittelstand. Eine Arbeit, die auf zahlreichen Expertengesprächen, intensiven Literatursichtungen sowie Online-Recherchen basiert und inspiriert ist von einer Erfolgsgeschichte die vor rund 7 Jahren begann:

 

Februar 2001. Jon Rubinstein stellt Apple-Chef Steve Jobs eine 1,8 Zoll messende Festplatte und die Idee des iPod vor.2

Eine gute Entscheidung: In 2002, dem ersten vollständigen Geschäftsjahr, verkauft Apple 475.000 iPods – in 2007 sind es rd. 52,5 Millionen.3 Eine beeindruckende Bilanz, die, folgt man Prof. Dr. Dr. h. c. Scheer, Präsident des Bundesverbandes BITKOM, nicht nur auf das Design oder die Funktionalität des MP3-Players zurückzuführen ist. Vielmehr ist die Einführung von iTunes, einer kostenlosen Software mit der man Musik, Spiele und Filme kaufen, verwalten und über den iPod abspielen kann, wesentlich bedeutender für das imposante Ergebnis.4

 

Apples´ Erfolg verdeutlicht, dass das isolierte Anbieten einer Sach- oder Dienstleistung zumeist nicht mehr ausreicht um komparative Konkurrenzvorteile zu erzielen. Vielmehr befähigen Angebote, die Sach- und Dienstleistungen integrieren und als Leistungsbündel am Markt kommerzialisieren, zum nachhaltigen Markterfolg. Dies gilt für große Organisationen mit Konzernstrukturen aber auch und gerade für mittelständische Unternehmen. Im Rahmen dieser hybriden Wertschöpfung haben sich Techniken des Service Engineering bewährt. Dieses Fachgebiet folgt dem Vorbild von Rationalisierungsmethoden in industriellen Fertigungsprozessen. Dabei werden Sach- und Dienstleistungen in Einzelmodule zerlegt, analysiert und optimiert – was zu effizienteren Leistungsprozessen hybrider Natur führt.

 

Ein wesentlicher Aspekt jener Leistungsprozesse stellt die Ideenfindung und –entwicklung dar. Hierbei bieten die im Mittelstand bis dato vorherrschenden, rein betriebsinternen Methoden zahlreiche Optimierungspotenziale. In diesem Zusammenhang erscheinen in Anbetracht systemtheoretischer Erkenntnisse Kooperationsansätze, die unternehmensinternes Wissen zielgerichtet um externes Wissen erweitern, viel versprechend. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf Crowdsourcing und Open Innovation zu richten; beides Konzepte die in Forschung und Praxis vermehrt beachtet und zur Anwendung empfohlen werden.

 

Diesen Grundgedanken trägt das Competence Center Digitaler Mittelstand mit seiner ersten Forschungsarbeit Rechnung. Diese bietet unterschiedlichste Ansätze für weitere bzw. begleitende Forschungsprojekte. In diesem Zusammenhang werden derzeit vier Themenblöcke evaluiert:

 

  • Kooperative Forschung & Entwicklung im Mittelstand
  • Wissensmanagement
  • HR-Management
  • Beziehungsmanagement und Beziehungsqualität


Systematisch Leisten


Die Basis Competence Center Digitaler Mittelstand hat hierfür ein acht-stufiges Forschungs- und Beratungssystem definiert:




Grundlage und Impulsgeber sind Expertengespräche und ein systematisches Monitoring der wesentlichsten Entwicklungen im Umfeld des Mittelstandes. Die Bewertung der gesammelten Impulse und die Ableitung entsprechender Trends erfolgt auf Basis eines engen und permanenten Austauschs mit mittelständischen Interessenvertretern und Spezialisten. Ebenso wird ein kontinuierlicher Dialog zu mittelständischen Entscheidern im Rahmen des vom Competence Center Digitaler Mittelstand ins Leben gerufenen Mittelstandspanels gepflegt.

 

Die Forschungsdatenerhebung und –datenauswertung erfolgt je nach Aufgabenstellung durch quantitative und/oder qualitative Methoden. Die Ergebnispräsentation und die Vermittlung von Handlungsempfehlungen wird über individuelle Kundenpräsentationen bzw, -gespräche, durch Vorträge bei Konferenzen, Symposien und Workshops oder anhand der Erstellung von Beiträgen in wissenschaftlichen Publikationen vorgenommen.



2www.mac-history.de/die-geschichte-des-ipods
3Vgl. www.apple.com/pr/library / Vgl. www.apple.com/investor/
4Vgl. Scheer, A.-W. (2008): Der Weg zur innovativen Dienstleistung; Späth, L. (Hrsg.) Top 100 – Die 100 innovativsten Unternehmen im ; S. 51-54.



Kontakt

Prof. Dr. Walter Gora (goraieb.net)





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