
 Kompetenz für digitale Kooperation im Mittelstand

Nahezu 50% der nationalen Bruttowertschöpfung werden durch den Mittelstand generiert.
Rund 70% aller Arbeitnehmer sind im Mittelstand beschäftigt.
Etwa 80% aller Auszubildenden werden im Mittelstand ausgebildet.
99,7% aller Unternehmen gehören zum Mittelstand.1 

Aktuelles

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Erfolgreiches ADP-Diskussions-Panel

Am 30. Oktober 2009 fand das gemeinsame mittelständische Diskussions-Panel der ADP Employer Services GmbH und des Competence Centers „Digitaler Mittelstand“ des IEB erfolgreich statt. Es ging hierbei um die Etablierung einer vorwettbewerblichen Innovationsplattform für interessierte mittelständische Unternehmen zum Zweck der Analyse und der Auswertung aktueller Herausforderungen und Perspektiven der digitalen Mittelstandsökonomie, und der Entwicklung von Lösungsansätzen.
In den kommenden zwei Jahren bleibt die Diskussion rund um Themen, wie den Ausbau mittelständischer Wettbewerbsstärke und der Möglichkeiten neuartiger, IT-gestützter Innovations- und Kooperationskonzepte aktuell und wird in diesem Rahmen fortgeführt.
Kontakt: Christian Wissing |



In Anbetracht dieser immensen volks- und betriebswirtschaftlichen Bedeutung ist der Mittelstand als das Rückgrat der sozialen Marktwirtschaft zu bezeichnen. Dieser Sachverhalt unterstreicht die Dringlichkeit aktueller Herausforderungen der mittelständischen Unternehmenslandschaft:
So verfügt der Mittelstand tendenziell über stark eingeschränkte finanzielle Ressourcen und sieht sich immensen Einschränkungen hinsichtlich der Kapitalbeschaffung konfrontiert. In enger Korrelation dazu ist festzustellen, dass die Mittelstandselite hochinnovativ agiert – die breite Masse jedoch Verbesserungspotenziale in der systematischen Forschung und Entwicklung aufweist.
Ebenso zeigen sich Defizite im Human Ressources Management: So ist zu konstatieren, dass mehrheitlich eine im Vergleich zu Großunternehmen geringere Personalmarktattraktivität gegeben ist und somit Engpässe in der Personalrekrutierung bestehen.
Weitere Optimierungsmöglichkeiten gibt es in den Bereichen Strategie und Marketing. Gerade bei der Strategiearbeit wird oftmals stark generisch vorgegangen; Strategiepläne sind häufig nur in Fragmenten zu erkennen.
Ebenso lassen sich Optimierungspotenziale bei der Aufbau- und Ablauforganisation identifizieren. So sind gering ausgeprägte Arbeitsteilungsmodelle und relativ hohe Arbeitsintensitäten festzustellen. 
 Der Competence Center Digitaler Mittelstand Ansatz:

Die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen ist in Deutschland die wichtigste Ursache für Wachstum und Wettbewerbsstärke. Innovative Produkte, Dienstleistungen und Prozess entstehen aber weder zufällig noch von selbst. Vielmehr gelingen erfolgreiche und schlussendlich lukrative Innovationen nur auf Basis intelligenter Geschäftsstrategien, qualifizierter und motivierter Mitarbeiter, stimmiger politischer Rahmenbedingungen sowie moderner und leistungsfähiger Informations- und Kommunikationstechnologien.
Allerdings weisen gerade Electronic Business sowie digitale Kommunikation und Kooperation in mittelständischen Unternehmen bisher immer noch eine deutlich geringere Durchdringung auf, als in Großunternehmen. Die damit verbundenen Herausforderungen sind Gegenstand des neu gegründeten Competence Centers Digitaler Mittelstand (CC-DM). Dieses steht unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Gora für die anwendungsnahe und interdisziplinäre Erforschung:
- wie mit Hilfe von digitalen (Kommunikations-) Strukturen verstärkt unternehmensübergreifende Ansätze zur Forschung und Entwicklung sowie zur Zusammenarbeit und Kooperation im Mittelstand erreicht werden können,
- wie mittelständische Kooperationsansätze zu analysieren und zu bewerten sind,
- welche strukturellen Defizite im Mittelstand bestehen und diese durch digitale Kommunikation und Kooperation abgebaut werden können,
- wie adäquate Kommunikationsformen und –systeme zu gestalten sind.


1IfM Bonn; Sekundärquelle: BMWI Dokumentation 561: Der Mittelstand in der Bundesrepublik Deutschland; 2007; S. 16 
 Kontakt

Prof. Dr. Walter Gora (gora ieb.net)

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